Leben als Partner Gottes

``Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.''
(Röm. 8:28)


Wem vertrauen Sie?

Wo suchen Sie Rat, wer macht Ihnen Mut? Wer tröstet Sie, wenn Sie am Ende sind? Können Sie ohne Zögern Antwort auf diese Fragen geben? Die meisten von uns sind mit ihrem eigenen Können längst an ihre Grenzen gestoßen. Unser Vertrauen in Fortschritt und Technik bröckelt ab. Andere Menschen haben uns immer wieder enttäuscht. Resignation und Bitterkeit lauern uns auf. Vielen erscheint die Zukunft düster und hoffnungslos.

In dieser Lage bekräftigt Gott, der Schöpfer und Erhalter der Welt, seine frohe Botschaft. Er hat Jesus Christus - den Handwerkersohn aus Nazareth, umstritten bei den Menschen und von ihnen getötet - von den Toten auferweckt und zum Retter und Richter der Menschen bestimmt. Er lebt, ihm können wir vertrauen, von ihm können wir viel erwarten, ihm müssen wir uns aber auch stellen.


Lassen Sie sich von Jesus leiten!

Jesus gibt uns die Kraft zum Leben: Kraft, die wir brauchen, um nicht aufzugeben. Kraft, daß wir ehrlich sein können. Kraft, daß wir verzichten können, daß wir erlittenes Unrecht nicht zurückzahlen müssen. Er hilft uns, aus dem Teufelskreis des Unfriedens auszubrechen.

Jesus gibt unserem Handeln eine klare Linie: Er richtet unser Leben neu aus, damit wir uns nicht treiben lassen müssen wie ein Blatt im Wind. Er macht uns Hoffnung, die uns vorwärts zieht. So haben wir ein festes Zentrum, von dem aus wir die Strömungen der Zeit nicht fürchten müssen; wir können im Streit der Meinungen unbesorgt sein. Wir merken bald, daß wir mit Jesus auf festem Grund stehen.

Jesus befreit uns von den Fesseln des Bösen: Wenn wir versagt haben, richtet er uns wieder auf und macht uns frei von Selbstvorwürfen, die uns quälen. Er befreit uns von den bösen Gedanken, die wir in uns hegen, wenn wir verletzt worden sind. Er macht uns Mut, wieder anzufangen und das Verdorbene wieder gut zu machen. So brauchen wir nicht bitter zu werden; das Unrecht, das wir tun und das andere uns zufügen, verliert viel von seiner zerstörerischen Gewalt.

Jesus macht uns zu fröhlichen Menschen. Bei ihm sind wir geborgen. Er bringt unser Wertgefühl in Ordnung. Wir brauchen keine Maske mehr, die unsere Schwächen verbirgt; wir können uns sehen lassen, wie wir sind. Jesus begleitet uns bei allem, was wir tun. Sooft wir seine Gegenwart erkennen, ruft das in uns Dankbarkeit, Freude und Hoffnung wach.


Warum tut Jesus so viel für uns

Jesus steht im Dienst Gottes. Gott hat uns gemacht, und er kümmert sich um uns wie Eltern, die ihre Kinder lieben. Es tut Gott weh, daß wir so wenig nach ihm fragen und unsere eigenen Wege gehen. Jesus will den zerrissenen Faden wieder knüpfen, uns Gott wieder nahe bringen und und bereit machen zu einem Leben unter Gottes Führung.


Ein Leben unter Gottes Führung

Das ist ein Leben in den Ordnungen Gottes und in der Gemeinschaft mit ihm, so wie es Jesus uns vorgelebt hat. Gott hat uns in seinen Geboten Richtlinien gegeben und Grenzen gesetzt, die uns Menschen angemessen sind. Dazu gehört,

Gott erwartet viel, fast zuviel. Wir müssen scheitern, solange wir versuchen seinen Willen allein mit unserer Kraft zu erfüllen. Daß wir so wenig fertigbringen, macht uns demütig und bereit, die Hilfe Jesu anzunehmen. Wenn wir Gemeinschaft mit Jesus haben und uns darin üben, nach Gottes Willen zu leben, erhalten wir aber genug Kraft, Mut und Freude dazu. Wir brauchen uns dann nicht zu zwingen, denn Gott selbst sorgt dafür, daß uns seine Gebote nicht überfordern, sondern das Beste in uns zur Entfaltung bringen.


Gemeinschaft mit Jesus

Jesus freut sich, wenn Sie das Gespräch mit ihm suchen. Er hört Sie, wo immer Sie sind. Reden Sie mit ihm, allein in Ihrem Zimmer, oder zusammen mit einem Menschen, dem Sie vertrauen. Sie können bei Jesus aussprechen, was Sie freut und was Sie schmerzt, was Sie ängstigt und bedrückt, wo Sie versagt haben und nicht weiter wissen. Bitten Sie Jesus, Ihr Leben neu zu ordnen. Sie werden erfahren, daß er Ihnen hilft.

Vielleicht haben Sie Fragen. Andere Menschen, die auf Jesus vertrauen, haben seine Leitung und Hilfe im Alltag und in Krisen erlebt. Jesus sagt, daß wir seine Leute daran erkennen können, daß sie sich untereinander lieben. Reden Sie mit solchen Leuten und fragen Sie sie nach Jesus.

Viele meiner Fragen klärten sich bei der Beschäftigung mit der Bibel. Die Bibel ist das Buch, das vom Handeln Gottes unter den Menschen erzählt. Die Erfahrungen der Menschen mit Gott sind heute noch dieselben wie vor 2000 Jahren, als das Buch entstand. Wenn Sie sich nicht recht auskennen, suchen Sie doch einmal das Markus- oder Johannes-Evangelium und fangen zu lesen an!

Dieser Text ist nur ein kleiner Wegweiser. Er will den Blick frei machen für Gott, damit sein Geist unser Leben prägt. Es ist mein Wunsch, etwas von der Kraft Gottes weiterzugeben an die, die ich erreichen kann. Ich wünsche mir, daß Sie aus diesem Blatt Hoffnung geschöpft haben, daß ein Funke von Gottes Geist in Ihr Herz fällt, daß Sie den Willen Gottes erkennen und sich ihm unterstellen.

Arnold Neumaier


Gedanken zum Leben als Christ
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Arnold Neumaier (Arnold.Neumaier@univie.ac.at)